Vonovia-Mieterin stellt dem Konzern 500.000 Euro Rechnung – „Zehn Jahre Selbstverteidigung und erzwungene Dauerarbeit“
- BerlinerBündnisGgVonovia
- 24. Nov. 2025
- 1 Min. Lesezeit
Die Berliner Mieterin Leila von der Spree erhebt schwere Vorwürfe gegen den
Immobilienkonzern Vonovia SE.
In einem Offenen Brief an den scheidenden CEO Rolf Buch und seinen Nachfolger
Luka Mucic fordert sie ein Honorar in Höhe von 500.000 Euro – für „zehn Jahre
erzwungene Dauerarbeit und Selbstverteidigung“, die aufgrund von Missständen
notwendig geworden sei. Von der Spree berichtet von maroden Heizungen, Schimmel, falschen Abrechnungen und Energeiausweisen, Instandhaltungsdefiziten und juristisch fragwürdigen Mieterhöhungen.
Diese Probleme seien kein Einzelfall, sondern „System“. Sie habe über Jahre bis zu 30
Stunden pro Woche damit verbracht, Mängel zu dokumentieren, Behörden einzuschalten, juristische Nachweise zu führen und Öffentlichkeit herzustellen – Arbeit, die sie mit 100 Euro pro Stunde veranschlagt.
Gleichzeitig verweist sie auf die enormen Gewinne des Konzerns: Vonovia erzielte bis
September 2025 ein bereinigtes Ergebnis vor Steuern von 1,456 Milliarden Euro. Der
scheidende CEO Buch erhielt 2024 3,92 Millionen Euro Vergütung, während die
Dividende für 2024 um 36 Prozent erhöht wurde.
Leila von der Spree wirft Vonovia ein „System der Minimal-Compliance, massiver
Verzögerungen und Intransparenz“ vor. Sie verweist u. a. auf Ordnungsgelder des
Amtsgerichts Neukölln aus 2025, nachdem Vonovia-Anwälte mehrfach nicht zu Terminen erschienen seien.
Mit ihrer Forderung will die Mieterin auch ein Zeichen für hunderttausende Betroffene
setzen: „Was ich erlebt habe, erleben viele. Unsere Lebenszeit wird geopfert, damit ein
börsennotierter Konzern Rendite steigert.“
Die persönliche Kontaktaufnahme mit Leila von Spree sowie die Zahlungsabwicklung
erfolgen über das Berliner Bündnis gegen Vonovia & Co. unter: berliner-wohnen-innis@posteo.de

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