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Vonovia-Mieterin stellt dem Konzern 500.000 Euro Rechnung – „Zehn Jahre Selbstverteidigung und erzwungene Dauerarbeit“

Die Berliner Mieterin Leila von der Spree erhebt schwere Vorwürfe gegen den

Immobilienkonzern Vonovia SE.


In einem Offenen Brief an den scheidenden CEO Rolf Buch und seinen Nachfolger

Luka Mucic fordert sie ein Honorar in Höhe von 500.000 Euro – für „zehn Jahre

erzwungene Dauerarbeit und Selbstverteidigung“, die aufgrund von Missständen

notwendig geworden sei. Von der Spree berichtet von maroden Heizungen, Schimmel, falschen Abrechnungen und Energeiausweisen, Instandhaltungsdefiziten und juristisch fragwürdigen Mieterhöhungen.


Diese Probleme seien kein Einzelfall, sondern „System“. Sie habe über Jahre bis zu 30

Stunden pro Woche damit verbracht, Mängel zu dokumentieren, Behörden einzuschalten, juristische Nachweise zu führen und Öffentlichkeit herzustellen – Arbeit, die sie mit 100 Euro pro Stunde veranschlagt.


Gleichzeitig verweist sie auf die enormen Gewinne des Konzerns: Vonovia erzielte bis

September 2025 ein bereinigtes Ergebnis vor Steuern von 1,456 Milliarden Euro. Der

scheidende CEO Buch erhielt 2024 3,92 Millionen Euro Vergütung, während die

Dividende für 2024 um 36 Prozent erhöht wurde.


Leila von der Spree wirft Vonovia ein „System der Minimal-Compliance, massiver

Verzögerungen und Intransparenz“ vor. Sie verweist u. a. auf Ordnungsgelder des

Amtsgerichts Neukölln aus 2025, nachdem Vonovia-Anwälte mehrfach nicht zu Terminen erschienen seien.


Mit ihrer Forderung will die Mieterin auch ein Zeichen für hunderttausende Betroffene

setzen: „Was ich erlebt habe, erleben viele. Unsere Lebenszeit wird geopfert, damit ein

börsennotierter Konzern Rendite steigert.“


Die persönliche Kontaktaufnahme mit Leila von Spree sowie die Zahlungsabwicklung

erfolgen über das Berliner Bündnis gegen Vonovia & Co. unter: berliner-wohnen-innis@posteo.de


 
 
 

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